Warum ist die Imkerei so wichtig?

 

Immer mehr Verbraucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und was sie enthalten. Deshalb sind regionale Produkte sehr gefragt. Der Honig-Verbrauch pro Kopf ist mit 1,4 kg pro Jahr in Deutschland der höchste in Europa. 80% des Honigverbrauchs in Deutschland muss aber importiert werden, meistens aus Lateinamerika, aber auch China. Dort gibt es viele gentechnisch veränderte Pflanzen, die als Lebensmittel zugelassen sind und deren Pollen auch im Honig sein darf! Dies ist bei Honigen und Mischungen aus EU- und Nicht-EU-Ländern auch häufig der Fall. Das spricht eindeutig für den Kauf von heimischem Honig, denn in Deutschland gibt es derzeit keinen zugelassenen Anbau von GVO - Pflanzen. Leider kann sich das mit dem Beschluss des TTIP (Freihandelsabkommen Europas mit den USA) ändern!

 

Honig kann man importieren - Bestäubungsleistung nicht!

 

Honigbienen und Wildbienen tragen erheblich zur der Erhaltung der Artenvielfalt bei. Denn: Ohne Bienen keine Bestäubung von Blüten und ohne Bestäubung keine Frucht. Der Schaden bei Ernteausfällen durch Nicht-Bestäubung würde auch in Deutschland in die Milliarden gehen!! In manchen Gegenden werden deshalb bis heute Bestäubungsprämien an Imker bezahlt und es gibt Imker, die sich auf die Bestäubung, z.B. im Obstanbau oder bei Erdbeeren, spezialisiert haben. In Gewächshäusern werden gern dafür gezüchtete Erdhummelvölker eingesetzt.

Deshalb ist der Honig-Kauf beim Imker "um die Ecke" so wichtig!

 

 

                        

 Die Apfelblüte wird bestäubt                         Die Varroamilbe sitzt auf der Puppe      

 

Allerdings ist die Honigbiene, auch aufgrund der Varroa-Milbe (ein Parasit, der in den 1970er Jahren aus Asien eingeschleppt wurde), ohne Pflege durch den Imker inzwischen allein nicht mehr überlebensfähig. Durch dieses enge Verhältnis nehmen Imker am stärksten die Veränderungen, positiv oder negativ, in unserer Natur und der Landwirtschaft wahr. Und viele Probleme, die das Leben der Honigbienen beeinträchtigen, betreffen genauso unsere Wildbienen und Insekten. Der drastische Rückgang der Artenvielfalt bedingt auch einen starken Rückgang der Wildbienenbestände. Diese sind mittlerweile sehr bedroht, etwa 50 % der Arten stehen auf der Roten Liste!

 

Die Imker haben in besonderem Maße einen Blick auf diese Vorgänge.

Deshalb braucht die Natur auch die Imker. Glücklicherweise nimmt in Deutschland die Zahl der Imker wieder zu, jährliche Neuimker-Kurse sind sehr gut besucht.

 

Wer sich einmal für das faszinierende Phänomen Honigbiene

begeistern konnte, der merkt ganz schnell,

dass Imkern sehr komplex ist, aber auch viel Freude macht.

 

Bienen und Wildbienen brauchen vor allem ein ständiges, ausreichendes und vielfältiges Nahrungsangebot!!! Bitte denken Sie beim Anlegen Ihres Gartens und beim Kauf von Pflanzen daran!!

 

Heimische Arten sind besser als Exoten,

ungefüllte Blüten besser als Hybriden!!

 

 

Ermutigen Sie mit dem Kauf von heimischem Honig die Imker, trotz vieler Probleme nicht aufzugeben, sondern weiterhin ihre Bienen zu pflegen und ihre Produkte anzubieten.

 

 

                                     

 

Im Garten gibt es viele Pflanzen, die gern von den Bienen und anderen Insekten besucht werden, wie hier das Schneeglöckchen und das Blausternchen.

 

Allerdings sollte der Garten dazu nicht so aussehen:

 

 

 

Grüne Einöde, aufgenommen im Juli !! Es geht aber auch noch schlimmer! 

Heckengäu - Imkerei | s.holmi@holmiland.de